Kurz gesagt: Einen Gasanbieterwechsel kannst du grundsätzlich beauftragen, sobald du einen passenden neuen Tarif gefunden hast. Wann die neue Belieferung tatsächlich beginnt, hängt unter anderem von deinem bestehenden Vertrag und dessen Kündigungsfrist ab. Bei einem regulären Wechsel übernimmt der neue Anbieter die Kündigung häufig für dich. Ein Wechsel der Gasversorgung führt nicht dazu, dass dein Haushalt plötzlich ohne Gas dasteht.
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Welche Tarife für deinen Haushalt verfügbar sind, zeigt der Vergleich nach PLZ und Jahresverbrauch.
🔥 Gastarife vergleichenWann lohnt sich ein Gasanbieterwechsel?
Ein Vergleich ist insbesondere sinnvoll, wenn:
- du aktuell in der Grundversorgung bist,
- dein bestehender Tarif deutlich teurer geworden ist,
- eine Preisgarantie endet,
- deine Vertragslaufzeit ausläuft,
- du deinen Gastarif längere Zeit nicht überprüft hast.
Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass die Preisunterschiede zwischen Gastarifen erheblich sein können und sich ein Anbieterwechsel häufig lohnt — insbesondere empfiehlt sie eine Prüfung bei Grundversorgung (Stand: 29. Juli 2026).
Wer bereits einen günstigen Tarif mit laufender Preisgarantie hat, muss nicht sofort wechseln. Entscheidend ist, ob heute ein für deinen Haushalt deutlich besseres Angebot verfügbar ist.
Gasanbieter wechseln – so geht es Schritt für Schritt
1. Bestehenden Gasvertrag prüfen
Bevor du wechselst, lohnt ein Blick in deine aktuelle Situation. Halte folgende Informationen bereit:
- aktueller Tarif und Anbieter
- Jahresverbrauch in kWh
- Jahreskosten (Arbeitspreis × Verbrauch + Grundpreis × 12)
- Vertragslaufzeit
- Kündigungsfrist
- gegebenenfalls Preisgarantie und deren Ende
Diese Angaben findest du auf deiner letzten Gasabrechnung oder in deinen Vertragsunterlagen.
2. Gastarife vergleichen
Mit PLZ und Jahresverbrauch siehst du, welche Angebote in deiner Region verfügbar sind. Entscheidend ist dabei nicht nur der Arbeitspreis, sondern der Gesamtpreis über die volle Laufzeit.
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PLZ und Jahresverbrauch eingeben — alle verfügbaren Tarife auf einen Blick.
🔥 Jetzt vergleichen3. Tarifbedingungen prüfen
Nicht nur den angezeigten Preis betrachten. Vergleiche insbesondere:
- Arbeitspreis (ct/kWh) — Preis je verbrauchter Einheit
- Grundpreis (€/Monat) — fixer monatlicher Anteil
- Gesamtkosten — die entscheidende Vergleichsgröße
- Bonusbedingungen — wie und wann wird der Bonus ausgezahlt?
- Vertragslaufzeit — Mindestbindung oder monatlich kündbar?
- Kündigungsfrist — wann muss gekündigt werden?
- Preisgarantie — was genau ist garantiert und für wie lange?
4. Neuen Gasvertrag abschließen
Nach Auswahl eines passenden Angebots wird der neue Liefervertrag direkt beim Anbieter beauftragt. Dafür werden Name, Adresse, Zählernummer und einige weitere Angaben benötigt.
5. Wechsel durchführen lassen
Beim regulären Lieferantenwechsel erledigt der neue Anbieter im Regelfall die weiteren Formalitäten und berücksichtigt dabei die Kündigungsfristen des bestehenden Vertrags. Die Bundesnetzagentur bestätigt diesen Ablauf ausdrücklich.
Muss ich meinen alten Gasanbieter selbst kündigen?
Bei einem normalen Anbieterwechsel musst du den bisherigen Gasvertrag in der Regel nicht selbst kündigen. Der neue Anbieter kann die Kündigung übernehmen.
Davon gibt es jedoch wichtige Ausnahmen:
- Bei einem Sonderkündigungsrecht — beispielsweise aufgrund einer Preiserhöhung — sollte die Kündigung selbst ausgesprochen werden, damit die Frist nicht verpasst wird.
- Wenn eine Kündigungsfrist unmittelbar bevorsteht, sollte geprüft werden, ob eine eigene Kündigung sinnvoller ist.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt ausdrücklich, Sonderkündigungen selbst vorzunehmen.
Wie lange dauert ein Gasanbieterwechsel?
Der Zeitrahmen für einen Gasanbieterwechsel hängt von mehreren Faktoren ab:
- der bestehenden Vertragslaufzeit,
- der geltenden Kündigungsfrist,
- dem Ablauf des jeweiligen Wechselprozesses.
Wer keinen laufenden Vertrag mehr hat oder ein Sonderkündigungsrecht besitzt, kann den Wechsel deutlich schneller vollziehen als jemand mit langer Restlaufzeit.
Hinweis: Die seit dem 6. Juni 2025 geltende 24-Stunden-Regel für den technischen Lieferantenwechsel betrifft ausschließlich Strom — nicht Gas. Die Verbraucherzentrale weist ausdrücklich auf diesen Unterschied hin. Beim Gas gibt es keine vergleichbare bundeseinheitliche 24-Stunden-Vorgabe für den Wechselvorgang.
Kann beim Gasanbieterwechsel die Heizung ausfallen?
Nein. Ein normaler Anbieterwechsel führt nicht dazu, dass deine Gasversorgung unterbrochen wird. Die Energieversorgung bleibt abgesichert. Auch die Bundesnetzagentur weist darauf hin, dass die Versorgung beim Lieferantenwechsel gewährleistet bleibt.
Netzbetreiber (zuständig für die Leitungen) und Lieferant (zuständig für den Tarif) sind rechtlich getrennte Rollen. Der Netzbetreiber bleibt bei einem Lieferantenwechsel derselbe — lediglich der Vertrag, über den du dein Gas beziehst, ändert sich.
Welche Angaben brauche ich für den Gasanbieterwechsel?
Für den Wechsel sind insbesondere folgende Informationen hilfreich:
- Name und Anschrift
- Lieferadresse
- bisheriger Gasanbieter
- Jahresverbrauch in kWh
- Kundennummer beim bisherigen Anbieter
- Gaszählernummer bzw. Marktlokations-ID, soweit für den Wechsel benötigt
Die Bundesnetzagentur nennt diese Angaben ebenfalls als relevante Daten für den Lieferantenwechsel. Tipp: Die meisten dieser Informationen stehen auf deiner letzten Gasabrechnung.
Gasanbieter aus der Grundversorgung wechseln
Wer einen Grundversorgungsvertrag hat, kann diesen als Haushaltskunde grundsätzlich mit einer Frist von zwei Wochen kündigen. Das bestätigt die Bundesnetzagentur.
Gerade in der Grundversorgung ist ein Tarifvergleich sinnvoll, weil andere Angebote günstiger sein können.
→ Grundversorgung prüfen und wechseln
Was ist bei Bonus-Tarifen wichtig?
Ein Bonus kann die Kosten im ersten Vertragsjahr reduzieren, sollte aber nicht isoliert betrachtet werden. Prüfe insbesondere:
- Bedingungen für die Bonuszahlung (Erstattung, Gutschrift oder direkter Abzug?)
- Höhe der Kosten ohne Bonus
- Kosten im zweiten Vertragsjahr
- notwendige Mindestvertragsdauer
Die Verbraucherzentrale warnt aktuell davor, Bonus-Tarife ausschließlich anhand des rabattierten ersten Jahres zu beurteilen (Stand: 5. August 2026). Ein Bonus macht einen Tarif nicht automatisch zur besten Wahl — entscheidend ist der Gesamtpreis über die volle Laufzeit.
Kann ich als Mieter den Gasanbieter wechseln?
Wenn du einen eigenen Gasliefervertrag hast, kannst du grundsätzlich auch als Mieter den Anbieter wechseln.
Wird die Gasversorgung dagegen zentral über den Vermieter oder über die Heizkostenabrechnung des Gebäudes abgerechnet und besitzt du keinen eigenen Gasliefervertrag, kannst du diesen Vertrag nicht selbst wechseln. Im Zweifel hilft ein Blick in den Mietvertrag oder eine Nachfrage beim Vermieter.
Was passiert beim Umzug?
Ein Umzug beendet einen Gasvertrag nicht automatisch in jedem Fall. Ob ein Vertrag weitergeführt oder außerordentlich gekündigt werden kann, hängt vom Vertrag und davon ab, ob eine Belieferung am neuen Wohnort möglich ist.
Die Bundesnetzagentur weist darauf hin, dass bei fehlender Belieferungsmöglichkeit am neuen Wohnsitz ein Sonderkündigungsrecht bestehen kann. Wende dich bei einem bevorstehenden Umzug frühzeitig an deinen Gasanbieter, um die genauen Bedingungen zu klären.
Lohnt sich ein Wechsel für dich?
Ob ein anderer Gastarif tatsächlich günstiger ist, hängt von deinem Wohnort, Verbrauch und bestehenden Vertrag ab. Ein Vergleich zeigt dir, welche Angebote aktuell für deinen Haushalt verfügbar sind.
🔥 Gastarife vergleichenHäufige Fragen zum Gasanbieterwechsel
Kann ich meinen Gasanbieter jederzeit wechseln?
Du kannst jederzeit einen neuen Tarif suchen und einen Wechsel beauftragen. Wann die neue Belieferung beginnt, hängt jedoch von deinem bestehenden Vertrag, dessen Laufzeit und Kündigungsfrist ab.
Wie lange dauert ein Gasanbieterwechsel?
Das hängt unter anderem von deinem bestehenden Vertrag und dem Wechselprozess ab. Die 24-Stunden-Regel des technischen Lieferantenwechsels gilt seit Juni 2025 nur für Strom — nicht für Gas.
Muss ich meinen alten Gasanbieter kündigen?
Bei einem regulären Wechsel übernimmt das normalerweise der neue Anbieter. Sonderkündigungen — zum Beispiel nach einer angekündigten Preiserhöhung — solltest du selbst aussprechen, damit die Frist nicht verpasst wird.
Kann beim Anbieterwechsel das Gas abgestellt werden?
Nein. Ein normaler Lieferantenwechsel führt nicht zu einer Unterbrechung der Gasversorgung. Die Belieferung bleibt während des gesamten Wechselvorgangs gesichert.
Was brauche ich für einen Gasanbieterwechsel?
Hilfreich sind insbesondere deine letzte Gasabrechnung, dein Jahresverbrauch in kWh, Angaben zum bisherigen Anbieter sowie Kunden- und Zählerdaten. Die meisten Informationen stehen auf der Jahresabrechnung.
Kann ich aus der Grundversorgung wechseln?
Ja. Haushaltskunden können einen Grundversorgungsvertrag grundsätzlich mit einer Frist von zwei Wochen kündigen. Gerade in der Grundversorgung ist ein Vergleich sinnvoll, weil andere Tarife günstiger sein können.
Kann ich als Mieter meinen Gasanbieter wechseln?
Ja, wenn du selbst Vertragspartner des Gaslieferanten bist. Wird Gas zentral über deinen Vermieter abgerechnet und hast du keinen eigenen Liefervertrag, kannst du diesen normalerweise nicht selbst wechseln.
Lohnt sich ein Gasanbieterwechsel 2026?
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Da weiterhin deutliche Preisunterschiede zwischen Tarifen bestehen, ist ein Vergleich insbesondere bei Grundversorgung oder einem älteren Vertrag sinnvoll. Ein kostenloser Tarifvergleich zeigt dir, welche Angebote für deinen Haushalt aktuell verfügbar sind.
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