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Internet wechseln ohne Stress — was du vorher wissen solltest

Der Gedanke, den Internetanbieter zu wechseln, fühlt sich aufwändiger an als er ist. Viele schieben es aus Angst vor Unterbrechungen, Technikerbesuchen oder bürokratischem Aufwand auf. Dabei ist ein Anbieterwechsel heute meistens reibungslos und in wenigen Minuten online abwickelbar. Was du vorab wissen solltest — hier kompakt.

Kündigungsfristen und Mindestlaufzeiten

Die meisten DSL-Verträge laufen 24 Monate mit einer Kündigungsfrist von einem Monat vor Vertragsende. Wenn du die Frist verpasst, verlängert sich der Vertrag meist um weitere 12 Monate — aber mit einer erneuten monatlichen Kündbarkeit ab dann.

Wichtig: Seit Dezember 2021 gilt das neue Telekommunikationsgesetz (TKG). Verträge, die sich automatisch verlängern, sind seitdem monatlich kündbar — du bist also nie mehr dauerhaft gefangen. Prüfe, wann dein Vertrag endet und setze dir eine Erinnerung einen Monat vorher.

Was passiert zwischen altem und neuem Anbieter?

Beim Anbieterwechsel im gleichen Netz (z.B. DSL über die Telekom-Infrastruktur) gilt ein sogenannter Provider-to-Provider-Prozess. Das bedeutet: Der neue Anbieter koordiniert direkt mit dem alten, wann der Wechsel stattfindet. Du musst nicht selbst kündigen.

Die maximale Unterbrechung beträgt laut Gesetz einen Werktag. In der Praxis ist es oft noch kürzer oder es gibt gar keine Unterbrechung. Als Übergangslösung reicht in den meisten Fällen der Hotspot vom Smartphone.

Rufnummermitnahme — so funktioniert's

Deine Telefonnummer gehört dir, nicht dem Anbieter. Du kannst sie kostenlos und innerhalb von maximal einem Werktag zum neuen Anbieter mitnehmen — das ist gesetzlich garantiert. Beim Abschluss des neuen Vertrags gibst du einfach an, dass du deine bestehende Nummer mitnehmen möchtest. Der neue Anbieter erledigt den Rest.

Brauche ich einen Techniker?

Das hängt von deiner Situation ab:

  • Anbieterwechsel im gleichen Netz (z.B. VDSL bleibt VDSL): In der Regel kein Technikerbesuch nötig. Du steckst ggf. nur den neuen Router an.
  • Wechsel auf Glasfaser (FTTH): Hier ist ein Technikertermin nötig, wenn noch kein Glasfaser-Anschluss im Haus vorhanden ist. Ist der Anschluss schon gelegt, oft auch nicht.
  • Erstanschluss bei Umzug: Fast immer Techniker nötig, Vorlaufzeit ca. 2–4 Wochen.

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Glasfaser oder VDSL — was ist besser?

VDSL (Kupferkabel)

VDSL ist die aktuell am weitesten verbreitete Technologie in Deutschland. Geschwindigkeiten bis zu 250 Mbit/s sind möglich, in der Praxis oft weniger — je nachdem, wie weit deine Wohnung vom nächsten Verteilerkasten entfernt ist. Für Streaming, Homeoffice und normale Nutzung reicht VDSL in den meisten Fällen völlig aus.

Glasfaser (FTTH)

Glasfaser bis ins Haus (Fiber to the Home) liefert Geschwindigkeiten von 200 Mbit/s bis 1.000 Mbit/s — symmetrisch, also Upload genauso schnell wie Download. Das ist besonders relevant für:

  • Homeoffice mit Video-Calls und Cloud-Diensten
  • Mehrere Personen, die gleichzeitig streamen oder spielen
  • Selbstständige, die große Dateien hochladen müssen

Glasfaser ist zukunftssicher und langfristig günstiger zu betreiben. Der Nachteil: Der Ausbau ist in Deutschland noch nicht überall abgeschlossen. Ob Glasfaser bei dir verfügbar ist, siehst du direkt im Vergleichsrechner — einfach PLZ eingeben.

Was sollte ich wählen?

Wenn Glasfaser in deiner Region verfügbar ist und der Preis vergleichbar mit VDSL ist: Nimm Glasfaser. Du wirst in 3–5 Jahren sowieso wechseln müssen, wenn VDSL abgebaut wird — dann lieber jetzt schon auf die zukunftssichere Technologie umsteigen.